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TertiÀrer Regenbogen 15.05.2011
TertiÀrer Regenbogen 15.05.2011
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michael
 

  Ringe und Bögen  


Die meisten Haloarten haben eine Bogen- oder Ringform. Dazu gehören der am hĂ€ufigsten vorkommende 22° Ring, umschriebene Halo, oberer und unterer BerĂŒhungsbogen, Supra- und Infralateralbogen, Parrybögen, Horizontalkreis, Wegeners Gegensonnenbogen, 46° Ring, pyramidiale Halos, Sonnenbogen, Tapes Bögen, Trickers Gegensonnenbogen, Lowitzbögen, Zirkumzenitalbogen und der Zirkumhorizontalbogen.


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22° Ring (76)





Der 22° Halo ist ein leuchtender Ring mit einem Radius von 22° um die Sonne (Mond) und eine der hÀufigsten Haloerscheinungen.

Er entsteht an zufÀllig orientierten Eiskristallen. Das bedeutet, die Eiskristalle die durch die AtmosphÀre fallen, nehmen keine bestimmte Position in ihrer Schwebestellung ein.

Der 22° Ring Àndert seine Form bei unterschiedlichen Sonnenhöhen nicht.
Zum einfachen bestimmen, ob es sich um einen 22° Ring handelt, spreizt man bei ausgestrecktem Arm die Hand. Die Entfernung zwischen Daumen und kleinem Finger entsprechen ca. 22°.

Beim 22° Ring dringt Licht an einer SeitenflĂ€che des Eiskristalles ein und an der ĂŒbernĂ€chsten SeitenflĂ€che wieder aus.







46° Ring (4)





Der 46° Ring ist ein lichtschwacher farbiger Ring um die Sonne, der bei einer Sonnenhöhe zwischen 15° und 27° oft mit dem Supralateralbogen verwechselt wird.
Er entsteht an willkĂŒrlich angeordneten SĂ€ulenkristallen, bei denen das Licht an einer SeitenflĂ€che ein- und an einer der beiden BasisflĂ€chen wieder austritt.








oberer BerĂŒhrungsbogen (14)





Der obere (und auch der untere) BerĂŒhrungsbogen sind in ihrer Entstehung identisch wie die des umschrieben Halos.
Bis zu einer Sonnenhöhe von 29° spricht man vom oberen bzw. unteren BerĂŒhrungsbogen. Die genaue Beschreibung ĂŒber die Entstehung und den Lichtweg ist beim umschriebenen Halo nachzulesen.







unterer BerĂŒhrungsbogen (3)





Der obere (und auch der untere) BerĂŒhrungsbogen sind in ihrer Entstehung identisch wie die des umschrieben Halos.
Bis zu einer Sonnenhöhe von 29° spricht man vom oberen bzw. unteren BerĂŒhrungsbogen. Die genaue Beschreibung ĂŒber die Entstehung und den Lichtweg ist beim umschriebenen Halo nachzulesen.







umschriebener Halo (42)





Der umschriebene Halo entsteht an SĂ€ulenkristallen die einfach orientiert sind, das bedeute ihre Hauptachse ist horizontal ausgerichtet und die Kristalle drehen sich um ihre Achse.

Das einfallende Licht tritt in eine SeitenflÀche ein und an der nÀchsten wieder aus, genauso wie beim 22° Ring und den Nebensonnen.

Diese Haloart Ă€ndert ihr gesamtes Aussehen, sowie die Haloart als solches mit unterschiedlichem Sonnenstand. Bis zu einer Sonnenhöhe von 29° bezeichnet man diesen Halo als oberen und unteren BerĂŒhrungsbogen.
Man stellt sich fĂŒr den oberen BerĂŒhrungsbogen ein"V" vor, das den 22° Ring am oberen Scheitelpunkt berĂŒhrt. Die beiden Äste verlaufen wie Hörner nach oben.

Umgekehrt beim unteren BerĂŒhrungsbogen. Er steht wie ein "V" auf dem Kopf und berĂŒhrt den unteren Scheitelpunkt des 22° Ringes und auch hier verlaufen die Hörner von der Sonne weg nach unten.
Je höher die Sonne nun steigt, desto mehr schmiegen sich die Hörner an den 22° Ring an, bis sie sich schliesslich ab einer Sonnenhöhe von 29° berĂŒhren. Das somit entstandene Oval bezeichnet man als "Umschriebenen Halo". Steigt die Sonne noch höher legt sich der umschriebene Halos immer enger an den 22° Ring an. Ab 70° Sonnenhöhe sind 22° Ring und umschriebener Halo ein gemeinsames Ringsystem.
Farblich ist er intensiver als der 22° Ring. Zur Sonne hin rötlich, von der Sonne weg blÀulich.








Zirkumzenitalbogen (52)





Der Zirkumzenitalbogen ist einer der farbenprÀchtigsten Haloarten und kann bei idealen Bedingungen genauso farbintensiv wie ein Regenbogen sein.

Sein Scheitelpunkt ist ca. 48° ĂŒber der Sonne und spannt einen Bogen um den Zenit. Sichtbar ist er bis zu einer Sonnenhöhe von 32°, dann verschwindet er im Zenit. Die beste AusprĂ€gung hat der Zirkumzenitalbogen (ZZB) zwischen 15° - 25°.

Der ZZB entsteht an schwebenden PlÀttchenkristallen, genau wie bei den Nebensonnen. Allerdings ist hier der Lichtweg ein anderer.

Das Licht tritt an der oberen BasisflÀche ein und an einer senkrecht stehenden SeitenflÀche wieder aus. Wenn also Nebensonnen sichtbar sind, sollte man den Blick nach oben richten, denn meist treten diese beiden Haloarten gemeinsam auf.







Zirkumhorizontalbogen (23)





Der Zirkumhorizontalbogen (ZHB) ist das GegenstĂŒck zum Zirkumzenitalbogen (ZZB). Zumindest was seine Helligkeit und FarbintensitĂ€t anbelangt.

Die Sonne muss ca. 58° ĂŒber dem Horizont stehen, damit er ĂŒberhaupt sichbtar wird. Sein farbiges Band ist dann unterhalb der Sonne am Horizont sichtbar.
Bei einem Sonnenstand von ca. 68° erreicht der ZHB, der bei steigender Sonnenhöhe mitwandert, seine grĂ¶ĂŸte Helligkeit.

Hier in Deutschland steigt die Sonne auf ein Maximum von ca.61°, d.h. nur wenige Wochen vor und nach der Sommersonnenwende ist dieser Halo bei uns sichtbar.

Er entsteht wie auch der ZZB an horizontal ausgerichteten PlÀttchen-Kristallen. Allerdings dringt hier das Licht in eine senkrecht stehende SeitenflÀche ein und an der unteren BasisflÀche wieder aus.
Der Brechungswinkel betrÀgt bei dieser Haloart also 90°.







Parrybogen (9)





Der Parrybogen Àndert seine Form in AbhÀngigkeit vom Sonnenstand. Es gibt vier verschiedene Formen des Parrybogens. Man unterscheidet zwischen oberen und unteren Parrybogen, die jeweils dann konkav oder konvex erscheinen können.

Am besten ist der obere Parrybogen bei einer Sonnenhöhe zwischen 15°-40° zu beobachten. Er liegt dann als konkaver Bogen oberhalb des oberen BerĂŒhrungsbogens, falls dieser vorhanden ist.

Die Parrybögen entstehen an doppelt orientierten SÀulenkristallen, das bedeutet sowohl die Hauptachse des Kristalles als auch eine SeitenflÀche sind horizontal ausgerichtet.















Supralateralbogen (10)





Der Supralateralbogen ist ein farbiger Bogen, der bei unterschiedlicher Sonnenhöhe seine Gestalt verĂ€ndert. Er wird sehr hĂ€ufig mit dem 46° Ring verwechselt, besonders bei einer Sonnenhöhe zwischen 15°-27°, da dann beiden Haloarten zusammen fallen. Der Supralateralbogen ist wesentlich farbintensiver als der 46° Ring, letzterer ist meist nur weißlich mit einem rötlichen Saum zur Sonne hin.
Ein eindeutiger Hinweis das es sich um den Supralateralbogen handelt ist es, wenn dieser immer den Zirkumzenitalbogen berĂŒhrt, dies macht der 46° Ring erst unterhalb von 27° Sonnenhöhe.







Infralateralbogen (3)





Der Infralateralbogen Ă€ndert seine Form in AbhĂ€ngigkeit des Sonnenstandes. Bei niedrigen Sonnenstand bilden sich seitlich am 46° Ring konvexe Bögen, die deutlich farbiger sind als der große Ring. Mit steigenden Sonnenstand schmiegen sich die beiden Bögen dann an den 46° Ring an. Steht die Sonne höher als 68° liegt der Infralateralbogen als ganzer Bogen unterhalb des 46° Ringes. Dabei kann es vorkommen, dass er hĂ€ufig mit dem Zirkumhorizontalbogen verwechselt wir.

Beim Infralateralbogen tritt das Licht in eine senkrecht stehende BasisflĂ€che ein und tritt an einer SeitenflĂ€che wieder aus. Der Brechungswinkel von 90° sorgt fĂŒr die deutlichen und krĂ€ftigen Farben.







Lowitzbogen (1)





Der Lowitzbogen gehört zu den seltenen Haloarten und Àndert seine Aussehen in AbhÀngigkeit mit dem Sonnenstand. Es gibt obere, untere und mittlere Lowitzbögen.
Sie entstehen an rotierenden oder pendelnden PlÀttchenkristallen, der Lichtweg ist der gleiche wie bei der Nebensonne, demnach schneiden die Lowitzbögen immer diese.















Horizontalkreis (20)






Der Horizontalkreis ist ein weißer Lichtkreis in Sonnenhöhe, parallel zum Horizont und entsteht durch Spiegelung an PlĂ€ttchen- oder SĂ€ulenkristallen.
Bei den PlÀttchenkristallen sind das die senkrecht stehenden PrismenflÀchen, bei den schwebenden SÀulenkristallen die BasisflÀchen. Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer Lichtwege (interne Spiegelung)
Der Horizontalkreis ist selten zu beobachten und meist auch nur unvollstĂ€ndig, da die Eiskristalle einen großen Bereich am Himmel abdecken mĂŒssen. Durch seine weiße Farbe kann er (besonders in Gebieten mit hohem Flugverkehr) mit Kondensstreifen verwechselt werden. Er wird auch als Nebensonnenkreis bezeichnet, da diese auf dem Horizontalkreis liegen.







Wegeners Gegensonnenbogen (5)





Der Wegeners Gegensonnenbogen umschreibt einen Bogen, beginnend vom oberen BerĂŒhrungsbogen, bis in den Gegensonnenbereich. Steht die Sonne recht hoch, wandert der Bogen darĂŒber hinaus und bildet eine Schleife zurĂŒck bis zum Infralateralbogen.

Er ist eine sehr seltene Haloart und entsteht an exakt horizontal ausgerichteten SĂ€ulenkristallen. Das Licht dringt in eine SeitenflĂ€che ein, wird an der Innenseite der Basis reflektiert und tritt an der ĂŒbernĂ€chsten SeitenflĂ€che wieder aus. Durch das gegenseitige Aufheben der Lichtbrechung an den SeitenflĂ€chen und die interne Reflexion erscheint dieser Halo weiß.







Sonnenbogen (1)





Der Sonnenbogen zÀhlt zu den seltenen Halos und entsteht durch Spiegelung an den SeitenflÀchen von SÀulenkristallen, die sowohl mit Ihrer Hauptachse, als auch mit der SeitenflÀche horizontal ausgerichtet sind.

Das einfallende Licht wird an einer SeitenflĂ€che, die durch die doppelte Orientierung 60° zur Ebene liegt, reflektiert und lĂ€sst diese Haloart weiß erscheinen.
Diese Haloart kreuzt die Sonne und bildet eine Schleife, die sich mit steigender Sonnenhöhe immer mehr zuzieht. Bei niedrigen Sonnenstand ist der Scheitelpunkt noch oberhalb des Zirkumzenitalbogens. Steigt die Sonne höher sinkt der Scheitelpunkt unterhalb des Parrybogens.








9° Ring (4)





Der 9° Ring zĂ€hlt zu den pyramidalen Halos, die Ă€ußerst selten vorkommen. Er liegt sehr nahe an der Lichtquelle und ist daher um den Mond besser zu erkennen, als um die Sonne.
Das Licht dringt in eine SeitenflĂ€che ein und an der gegenĂŒberliegenden schrĂ€gen SeitenflĂ€che wieder aus. Sind pyramidale Kristalle ausreichend vorhanden sind unter UmstĂ€nden auch andere pyramidale Halos wie bspw. 18° Ring, 20° Ring, 23° Ring, 24° Ring oder auch 35° Ring zu beobachten.







18° Ring (1)


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